Putin redet Tacheles…

Von Karl Hubertus. Netzfund bei VK!

Kampf um Venezuela – Russland greift ein und warnt die USA

Ist die Zeit der folgenlosen militärischen Interventionen und Putschversuche durch die USA vorbei? Es scheint so, denn Russland meldet seine wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen nicht nur an, sondern verteidigt diese inzwischen auch. Spätestens seit dem Syrien-Konflikt wissen wir, dass Russland zu einem neuen Selbstbewusstsein gefunden hat. Die USA wissen, dass Russland militärisch nicht zu unterschätzen ist. Obwohl Präsident Putin angesichts der zahlreichen Provokationen des Westens eine sehr besonnene Politik an den Tag gelegt hat und sich sehr defensiv verhält, lässt Putin sich seine Interessensgebiete nicht mehr einfach so abjagen.

Präsident Maduro hat angesichts des Putschversuches durch die USA Russland um Hilfe gebeten. Russland kam Venezuela sowohl monetär als auch wirtschaftlich zur Hilfe. Watergate.tv berichtete mehrfach. Vergangene Woche hat Russland jetzt seine Warnungen an die USA bekräftigt: Moskau werde keine amerikanische Militärintervention dulden, um die venezolanische Regierung zu stürzen.

Bei einem Diplomaten-Treffen in Rom verhandelten die USA und Russland über Venezuela. Die USA haben als Sonderbeauftragten Elliott Abrams zu den Verhandlungen geschickt. Abrams ist kein gewöhnlicher Diplomat. Er ist ein Regime-Change-Spezialist mit einer ganzen Liste von Unterstützungen terroristischer Operationen, insbesondere bei der berüchtigten Iran-Contra-Affäre zur Destabilisierung Nicaraguas in den 1980er Jahren. Seine Ernennung zum Sonderbeauftragten für die Verhandlungen um Venezuela zeigen die ernsthafte Absicht Washingtons, den Regimewechsel in Caracas herbeizuführen. Ob die USA erfolgreich sein werden, steht auf einem anderen Tablett.

Der Sturzversuch in Venezuela ist ins Stocken geraten, die landesweiten Stromausfälle schlugen fehl – die erwartete Revolte der Bevölkerung oder des Militärs gegen Präsident Maduro blieb aus. Die nächste Option für die USA dürfte – natürlich unter einem Vorwand – die militärische Intervention sein. Dass die USA jüngst ihren letzten verbliebenen Diplomaten aus dem lateinamerikanischen Land evakuiert haben, dürfte nicht bedeutungslos sein.

US-Außenminister Mike Pompeo kommentierte die Evakuierung mit den Worten, dass die Anwesenheit von US-Personal vor Ort den „Handlungsspielraum Washingtons einschränke“. Zudem wurden alle Flüge von American Airlines nach Venezuela eingestellt. Auch diese Aktion deutet daraufhin, dass die USA eine militärische Intervention in Betracht ziehen – entweder direkt mit ihren Truppen oder verdeckt durch die Bewaffnung lokaler Stellvertreter. Letzteres fällt sicherlich in die Zuständigkeit von Abrams. Russlands Botschafter Ryakov sagte nach dem Treffen in Rom: „Wir gehen davon aus, dass Washington unsere Prioritäten und unsere Warnungen ernst nimmt“.

Dass Russland seine Warnungen ernst meint, wurde heute sehr deutlich. Denn Russland hat seinen Generaloberst Wassili Tonkoschkurow, den Chef des Hauptstabes der Bodentruppen, nach Venezuela entsandt. Mit Tonkoschkurow kamen zudem rund 100 russische Soldaten, die in zwei Militärflugzeugen rund 35 Tonnen Hilfsgüter in das von Armut gebeutelte Land gebracht haben. Venezuelas Präsident Maduro hatte vergangene Woche angekündigt, dass Russland Medikamente und weitere Hilfsgüter nach Venezuela schicken würde. Bereits im Dezember hatte Russland zwei atomwaffenfähige Langstreckenbomber nach Venezuela entsandt, was auf starke Kritik bei US-freundlichen Staaten stieß.

Nach Syrien erhält jetzt die Arroganz Washingtons eine weitere Lektion aus Russland – dieses Mal in ihrem vermeintlich eigenen „Hinterhof“ Südamerikas. Sicherlich sind die Interessen Russlands an Venezuela nicht nur selbstlos und philanthropisch motiviert. Venezuela ist für Russland kein uninteressanter Handelspartner und auch Russland hat geopolitische Interessen. Doch da Russland selbst genug Öl besitzt, dürfte ein Teil der russischen Motivation, Venezuela zu helfen, darin liegen, die US-Imperialisten an die Einhaltung des Völkerrechts sowie die Achtung der nationalen Souveränität zu erinnern – so wie es Moskau bereits in Syrien getan hat.

Moskau hat unmissverständlich gewarnt, dass jegliche militärische Intervention die Übertretung einer roten Linie bedeute.

In Syrien hat Präsident Trump Vernunft zeigen müssen – wohl oder übel.

Die USA werden zunächst sicherlich auf anderen Wegen versuchen, ihr Ziel zu erreichen.

Wir werden erleben, wie der Machtpoker um Venezuela ausgehen wird – als Zeugen eines geschichtlichen Ereignisses.

billhill
Niemals fe­s‍te Themen, immer der Lebensader hinterher: Krieg, Hungersnöte und Kapitale Verbrechen, Menschenrechtsverletzung gilt es anzuprangern "öffentlich zu machen wenn es nicht verhindert werden kann... Deutsches Schlafschaf bis 2012, zwischenzeitliche Koma Phasen in den90er Jahren. Hauptthema: Die N G O der BRD die markanten Änderungen im Sy­s‍tem seit August1990, bedingt durch die Gründung der BRD Finanz GmbH. und viele, viele Ungereimtheiten in der vermeintlichen Demokratischen Republik die ja auf einem basierenden Grund Gesetz der Alliierten Westmächte be­s‍teht. Es bleibt weiter spannend auf dem Steinigen Weg zur S O U V E R Ä N I T Ä T ... ich bin für Frieden und niemals gegen etwas ...